Begegnungszonen im 3. und 4. Obergeschoss
Bild des Benutzers Tomas

Mach das Beste draus… das Rezept schlechthin für schwierige Situationen; wer diese Kunst beherrscht, meistert das Leben. Machen wir das Beste draus – auch wir haben uns das gesagt, als klar wurde, dass durch die Auflagen der Feuerpolizei und die Systembauweise der Übungsräume sehr viel Nutzfläche verloren geht. Was tun? Der zentrale Gedanke des House of Sounds ist die Community, der direkte Austausch, die Vernetzung, die Synergie. Das macht das Haus produktiv und fördert die Dynamik, es ist die Voraussetzung für eine permanente Weiterentwicklung und eröffnet den einzelnen Nutzern neue Möglichkeiten. Und darum haben wir in der Übungsraum-Landschaft Begegnungszonen geschaffen: Flächen, die offen sind, wo man sich über den Weg läuft und ins Gespräch kommt. Regal, Sofa, Kühlschrank: Richtet euch ein. Was anfänglich ein Nachteil war, wird zum produktiven Katalysator.

Wir bewegen uns in einem technisch gesehen hochkommunikativen Umfeld, für Mitteilungen, Botschaften, Infos. Aber es geht doch nichts über den direkten Austausch. Die Beteiligten sind zur gleichen Zeit im gleichen Raum, schauen sich in die Augen, können sich riechen (oder nicht?!) und vieles klärt sich von alleine; schliesslich findet der grössere Teil einer Unterhaltung nonverbal statt. So wie das Schifflein unseres Bewusstseins auf dem Ozean des Unbewussten treibt, liegen die Wörter auf dem Atem, den Gesten, den differenzierten Ausdrücken unseres Gesichts. Kein E-Mail kann das leisten, was innerhalb von fünf Minuten Gespräch passiert, egal was alles multimedial noch angehängt ist.

Der Eine sucht übers W-Lan einen Liedtext, draussen und ungestört, während die Andern am Lied feilen, im Schrank steht die Kaffeemaschine und aus den Übungsräumen in der Nachbarschaft klingt’s herüber. Es kommt jemand vorbei, man sagt sich Hallo und schon ist ein Faden ins Netz gewoben.